Coffeeshops sind systemrelevant | Warum wir Coffeeshops brauchen!

backyard coffee - Geschrieben am 20.05.2020

Einleitung

Corona, Covid-19, Social Distancing, wir alle fühlen uns aktuell in unserem Alltag eingeschränkt. Der Mangel an persönlichem Austausch und einer direkten Kommunikation mit anderen Menschen ist eine spürbare Einschränkung, das wird deutlich. In diesem Beitrag geht es nicht darum, die Maßnahmen der Politik zu bewerten oder ob ein Virologe oder ein "flashy" YouTuber die richtigen Argumente aufführt. Es geht um die Erkenntnis, dass Coffeeshops ein systemrelevanter Aspekt unserer Gesellschaft sind.

Coffeeshops sind systemrelevant? Das ist eine gewagte Aussage. Geht das genauer? Wie kommt man zu dieser Aussage?

Kommunikation

Wir sind der Meinung, dass Cofeeshops das sind, systemrelevant. Und das aus wahrscheinlich anderen Gründen, als man zunächst vermuten möchte. Natürlich ist die Tasse Kaffee am Morgen den meisten Menschen zuträglich, verwandeln sich diese durch Kaffee doch häufig erst vom schlurfenden Zombie in eine funktinierende normale Person. Wir möchten gerne etwas tiefer in das Thema vordringen: der Coffeeshop als gesellschaftlicher Anker. Ein Ort, mit gesellschaftlicher Relevanz!

Schauen wir uns an, wie wir heute miteinader "kommunizieren". Vieles ist digital, wir "sprechen" über Social Media miteinander, haben dort "Freunde" und "Follower". Im Verhältnis zu seiner "Audienz" sind die tatsächlich vorhandenen persönlichen Bindungen gering. Social Media hat sicherlich einige Vorzüge, was es jedoch nicht fördert, ist eine Kommunikations-Kultur. Echte Dialoge finden über Social Media kaum statt, mit einer abnehmenden Tendenz.

Wurde bei Facebook noch mit Text gearbeitet und die Möglichkeit zum Dialog gegeben, so reduziert es sich immer mehr: Instagram, Pinterest, TikTok. Es geht nicht mehr um eine gute Kommunikation, es dünnt sich aus, auf das Hervorbringen kurzer emotionaler Regungen: Bild, swipe, Dauer 3 Sekunden. Oft kann man eine längere Aufmerksamkeitsspanne nicht mehr erwarten. Doch wem ist zu verdenken, dass man sich geistig auf die Parkposition begibt, wenn man im Alltag mit Datenfluten zugemüllt wird und oft echte Inhalte nicht mehr erkennen kann? "Bitte keine Werbung einwerfen!" funktioniert digital leider nicht.

Wo kommt hier der Coffeeshop ins Spiel?

Der Coffeeshop

Wenn es einen Ort gibt, an dem wir noch so miteinander kommunizieren, wie es uns gut tut, dann ist es in einem Coffeeshop. Wir treffen dort unterschiedlichste Personen, mit den unterschiedlichsten Sichten und Hintergründen. Wir haben Gespräche, manchmal sind diese tiefgreifend und manchmal nur der kleine Scherz. Wir lachen zusammen und teilen gelegentlich etwas Persönliches. Was diese Art des Dialogs zu Social Media unterscheidet ist, dass wir uns als Menschen sehen. Personen, die vielleicht eine andere Sicht auf die Welt haben, in ihrer Gesamtheit aber liebenswert sind. Das ermöglicht einen anderen Umgang mit Gegenpositionen und erlaubt einen echten und offenen Dialog.

Wenn es etwas gibt, das unsere Gesellschaft gebrauchen kann, dann ist es diese Form des Dialogs. Und weil die Coffeeshops, so wie wir sie kennen, Orte sind, an denen dies möglich ist, sind diese systemrelevant. Es ist schade um jeden Coffeeshop, der es nicht über die kommende Zeit schafft.

Eine Bitte

Ob und wie Coffeeshops in der jetzigen Zeit öffnen können, das sind oft sehr individuelle Entscheidungen. Verantwortung, Wirtschaftlichkeit, Existenzängste, es gibt viele Aspekte, die hier hinein spielen. Coffeeshops sind darauf angewiesen, dass Ihr sie weiter unterstützt. Nutzt die togo-Angebote, kauft Gutscheine und unterstützt uns gerne dabei, unsere Coffeeshops zu unterstützen. Weitere Details findet Ihr auf der Seite #supportyourlocalbusiness, wir freuen uns über jede Unterstützung.